Detlef Landeck - Posaunist


Deutsches Theater Göttingen

Pressestimmen

Göttinger Tageblatt

Es müssen schöne Zeiten gewesen sein, als eine Girlgroup noch skandalfrei zu Weltruhm kommen konnte. In den 1930er Jahren gelang dies den Andrews-Sisters. Die Inszenierung von Tobias Bonn im DT zeigt die Lebensgeschichte der drei singenden und tanzenden Frauen als eine Geschichte anständiger Menschen in einer manchmal schwierigen Zeit. (..) All das hat Bonn als perfekte Mischung aus Broadway-Glamour dieser Zeit – viele Glühbirnen blinken, Konfetti rieselt von der Decke – und menschlichem Blick auf das Verhältnis der Schwestern untereinander, zu den Eltern und zu den Männern in ihrem Leben kompromisslos als Musical inszeniert – viel Musik, viel Show und ein wenig Schicksal. Dafür hat er drei Darstellerinnen gefunden, die sich mit ihren Stärken wunderbar ergänzen: die bildschöne, großartige Sängerin Julia Hansen, die musicalerfahrene Katja Brauneis und die starke Charakterschauspielerin Gaby Dey (...). Eine große Show für alle, die die Unterhaltungsqualitäten eines Musicals zu schätzen wissen und Swing mögen. Minutenlanger Applaus und eine Reihe von Zugaben vom Premierenpublikum.

Hessische / Niedersächsische Allgemeine

Jubel und Fußtrampeln wollten nicht enden: erst nach drei Zugaben und demonstrativem Anschalten des Saallichts entließen die Zuschauer am Samstag die „Sisters of Swing“ aus der gleichnamigen Premiere. Das Deutsche Theater in Göttingen zeigt als europäische Erstaufführung ein Musical von Beth Gilleland und Bob Beverage über die Andrews Sisters. (...) Julia Hansen, Katja Brauneis und Gaby Dey gelingt es, die persönliche Reife der drei Schwestern individuell glaubhaft zu machen. Papas brave Mädchen emanzipieren sich vom Elternhaus, in zermürbenden Kämpfen untereinander finden sie ihren Platz im Trio, später auch ihren Stil und ihren Weg. Julia Hansens Maxene ist die Sinnliche, die den Swing als erotisches Spiel begreift. Gaby Dey sucht sich als vernünftige große Schwester LaVerne ihre winzigen Momente der Anarchie. Und Katja Brauneis wandelt ihre Patty vom Kinderstar zur leidenschaftlichen Frau.

musicals

Was den Abend zu einem Erfolg werden lässt, sind die Darsteller. Gaby Dey (LaVerne Andrews), Julia Hansen (Maxene) und Katja Brauneis (Patty) liefern zusammen mit Ronny Thalmeyer (Männerrollen) eine großartige Leistung. Die drei „Schwestern“ singen und tanzen mit einer derartigen Perfektion, dass man gebannt zuhören und zusehen muss. Das Besondere ist, dass sie jede Menge Individualität und Menschlichkeit durchschimmern lassen. Jede hat ihre eigenen Bewegungen und bis in die kleinste Szene zeigen sie eindrucksvolles Mienenspiel. So viele Superlative sind selten, aber hier völlig berechtigt. Dieses Dreigestirn hat sich und seine Rollen gefunden. (...) Der zweite Grund für den Erfolg sind Bühne und Regie. Tobias Bonn, bekannt als Toni Pfister von den Geschwistern Pfister, und sein Ausstatter Stephan Prattes sind ein Team, das mit Requisiten Fahrpodesten, Zügen und Projekten virtuos umzugehen weiß. Mit einfachen Mitteln schaffen sie Verwandlungen und Stimmungen, wie man sie in Göttingen lange nicht mehr gesehen hat. Laut möchte man diesem Team zurufen: „Wir wollen mehr von euch sehen!“

Beth Gilleland/Bob Beverage

SISTERS OF SWING

- Die Geschichte der Andrews Sisters

(Europäische Erstaufführung)

Die Geschichte der Andrews Sisters ist die Erfolgsstory dreier Schwestern, deren Karriere im elterlichen Wohnzimmer begann. Maxene, Patty und LaVerne aus Minnesota brachten sich selbst die Songs der in Amerika legendären Boswell-Sisters bei und traten bald mit einem eigenen Repertoire auf. Der Vater gab sein Restaurant auf und fuhr die Töchter mit seinem Buick von Ort zu Ort. Die Mutter nähte Kostüme.

Ab 1932 tourten sie mit dem Orchester von Larry Rich. Ihren Durchbruch erzielten sie aber erst 1937 in New York mit ihrer Version des jiddischen Songs „Bei mir bistu scheen“. Drei Stars waren geboren. Als 1941 die in Pearl Harbor liegende amerikanische Pazifikflotte angegriffen wurde und Amerika die Neutralität im Zweiten Weltkrieg aufgab, unterstützten die Andrews Sisters die Truppen, bekannt als America’s Wartime Sweethearts, als The Swing Sisters.


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Die Dreigroschenoper


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