Detlef Landeck - Posaunist


Vorstellungen:

04.05.2010 Aschaffenburg, Stadthalle

05.05.2010 Aschalffenburg, Stadthalle

31.06.2010 Gütesrloh

01.06.2010 Gütersloh

Deutsches Theater Göttingen

Pressestimmen

Göttinger Tageblatt

Regisseur Tobias Bonn schafft es, eine atmosphärisch äußerst dichte, emotionale Show zu inszenieren, die mit dem Können ihrer Akteure und vielen charmanten Details überzeugt. (...) Julia Hansen ist Evita; und das in jeder Facette, vom ehrgeizigen Landmädchen bis hin zur berechnenden Diva. Gesanglich kann sie nicht nur überzeugen, sondern ernsthaft mitreißen. In ihrer Stimme spiegelt sich die gesamte Ambivalenz der Figur Evita. Sympathie, Verwirrung und Distanz liegen nur eine Nuance in der Kolorierung auseinander. Die Inszenierung wäre jedoch nichts ohne die hervorragende Livemusik unter Leitung von Hans Kaul. Die Band wird mit ihrer mobilen Bühne auf der Bühne dabei selbst zum Teil des Stücks. (...) Fantasievolle und durchaus anspruchsvolle Choreographien der Tanzparts – entwickelt von Martin Schick – tun ein Übriges, um die Mischung aus Mythos, Realität, Pathos und Humor zu perfektionieren. „Was für ein Zirkus, welch eine Show...“, Ches Erzählung aus Evitas Leben beginnt ebenso. Und genau dieses Szenario folgt – im besten Sinne der Worte.

Hessische/ Niedersächsische Allgemeine

Die Begeisterung war riesig. Erst nach zwei Zugaben ließ das johlende Publikum das Ensemble von der Bühne. (...) Julia Hansen ist die ausdrucksstarke Hauptdarstellerin. Sie verleiht dem Unterschichtsmädchen Eva Duarte, das sich aus Geltungsdrang, aber auch aus echtem Bedürfnis, der unterprivilegierten Schicht zu helfen, ganz nach oben kämpft, starke Konturen und in ihrer Stimme eine gewisse sehnsüchtige Tiefe. Hans-Caspar Gattiker übernimmt als sexy-maskuliner Che mit großer Bühnenpräsenz die Rolle des Erzählers, und Johannes Granzer verströmt als Juan Perón staatsmännische Größe. (...) Und so durchzieht den von Tobias Bonn konzipierten Abend das Thema Inszenierung: Politik und Showbiz, das sind zwei gar nicht so verschiedene Welten. Wenn Evita, wie sie auf dem Höhepunkt ihres Ruhms vom Volk genannt wird, ihre berühmte Ansprache hält – „Wein nicht um mich, Argentinien“ – dann steht sie erst ergriffen vor dem roten Vorhang. Aber als der sich öffnet, schwenken Tänzer im cremefarbenen Frack die Zylinder und verwandeln den emotionalen Wirbel aus Glitzer. Die einfallsreiche Choreografie von Martin Schick zeigt außerdem ein Schrubberballett für die Unterstützung Evas durch das einfache Volk. Die korrupten Militärs spielen Reise nach Jerusalem, um die eigenen Reihen zu dezimieren, Höhepunkt ist Evas Vorbereitung für eine Reise nach Europa („Die Regenbogen-Tour“) – eine kraftvoll-körperbetonte Ensembleleistung wie vom Broadway. (...) Alle Gesangsleistungen (Stimmbildung: Gundula Bernhold) der zwölf Sprechtheater-Schauspieler sind beachtlich. Immer bleibt Raum für ironisch-witzige Momente, die den in der rockig-opulenten Musik angelegten Kitsch im Zaum halten.

Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice

Evita

Wein nicht um mich, Argentina.

Maria Eva Duarte, die als Evita zum argentinischen Nationalmythos verklärt wurde,
wird als jüngstes von fünf unehelichen Kindern in einem armseligen Dorf geboren.
In jungen Jahren lernt sie den Sänger Magaldi kennen, mit dem sie nach Buenos Aires flieht, um dort eine Karriere als Tänzerin und Sängerin anzustreben. Eva nutzt gezielt das argentinische Macho-Establishment für zahllose Liebschaften, die ihr zu schnellem Ruhm verhelfen. Sie begegnet dem ehrgeizigen Offizier Perón, den sie bei seinem Aufstieg zum Präsidenten und Diktator des Landes tatkräftig unterstützt.

Durch ihr soziales und politisches Engagement an der Seite Peróns gewinnt sie bald schon die Sympathie der Menschen, die sie liebevoll Evita nennen. Die Massen jubeln ihr zu, verehren sie wie eine Heilige. Doch Evita treibt ein doppeltes Spiel: Korruption, Unterdrückung und Tyrannei des Perónismus trüben zunehmend ihr schillerndes Wesen. Einzig Che, der moralische Gegenspieler Evitas, durchschaut ihre wahren Ambitionen.

Tobias Bonn ist Mitbegründer der Kult-Comedy-Gruppe Die Geschwister Pfister. Am DT inszenierte er in der Spielzeit 07/08 die Europäische Erstaufführung des Musicals SISTERS OF SWING.


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Sisters of Swing
Evita
Die Dreigroschenoper


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